Bedingungsloses Grundeinkommen – wertvoll für Kinder?

Ich möchte hier einmal auf das Thema bedingungsloses Grundeinkommen eingehen. So richtig in die politische Diskussion ist es durch die Piratenpartei gerückt. Auch „dm“-Gründer Götz Werner macht sich seit Jahren stark für das Grundeinkommen.

Ich will besonders auf die Auswirkungen auf die Eltern-Kind-Beziehung eingehen. In der öffentlichen Diskussion kommt mir dieser Teil doch etwas zu kurz.

Grundsatzdiskussionen will ich hierbei aber nicht führen. Die Frage der Finanzierbarkeit ist schon häufig genug gestellt und beantwortet worden. Infos finden sich auf der Website: www.grundeinkommen.de

Nur so viel dazu: Ich denke, dass für das Grundeinkommen ein völlig anderes Geldsystem von Nöten ist.

Die Idee jedoch möchte ich hier aufgreifen. Ist so ein Ansatz überhaupt sinnvoll?

Klar kommt erst der Einwand, es tut ja keiner mehr etwas, die Menschen fangen an sich zu langweilen. Doch ich halte das für komplett verfehlt. Jeder der etwas gerne tut, wird es auch weiterhin tun, doch er muss nicht extra „Drecksarbeit“ dafür verrichten. Man kann sich für das entscheiden, was man gerne möchte, ohne seine Existenzgrundlage zu verlieren.

Das führt mich zu dem Entschluss, dass eines der schönsten Dinge für Eltern ist, die Kinder zu erziehen, mit ihnen einfach Zeit zu verbringen, ohne die permanente Angst, das Einkommen dadurch zu verlieren. So kann sich eine Mutter oder Vater entscheiden. Arbeite ich lieber, oder kümmere ich mich um meine Kinder?

Sie werden nicht mehr gezwungen, arbeiten zu müssen, damit sie leben können. Sie sind in der Lage nicht zu arbeiten, und trotzdem ein Leben ohne Existenzangst zu führen. Das kann die Erziehung und emotionale Bindung zwischen Eltern, vor allem Mutter und Kind erheblich erleichtern. Es wird für die Mutter nicht mehr zum Problem rund um die Uhr für das Kind da zu sein, wenn sie es denn möchte. Die emotionale Bindung kann eine ganz andere Stufe erreichen. Die Beziehung zwischen Eltern und Kinder wird inniger.

Vor allem für Kleinkinder ist dies von erheblicher Bedeutung. Gerade in den frühen Jahren ist das Kind auf die Eltern angewiesen, sie sind die ersten Kontakte des Menschen auf der Welt. Die Eltern haben die Möglichkeit sich diesem Kontakt hingeben zu können ohne permanent an die Arbeit denken zu müssen, oder die Existenz sichern zu müssen.

So kann man sich darauf einstellen, ein Kind, wenn es mehr Zuneigung braucht, weil es eine schlechte Phase durchmacht, ausreichend zu unterstützen.

Auch für die Eltern ist es eine Erleichterung, sich intensiv Zeit für das Kind nehmen zu können. Die Liebe zu dem eigenen Kind kann ohne Sorgen ausgelebt werden. Die Hingabefähigkeit kann für beide Seiten um ein Vielfaches gesteigert werden.

Das Kind erlebt also eine liebevolle und nicht von Existenzangst geprägte Atmosphäre, wenn es auf die Welt kommt. Das ist für die Kinder unglaublich wichtig. Der erste Eindruck der Welt, der Blick in die Welt ist elementar wichtig für das weitere Leben.

Wird es in diesem frühen Stadium bereits enttäuscht, kann es zu schwerwiegenden Problemen in der Zukunft führen.

Ich denke also, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen für die Kinder und somit die Zukunft unserer Gesellschaft ein wichtiger Baustein sein kann. Es könnte die Eltern-Kind-Beziehung erleichtern, wenn es auch ganz klar nicht der einzige Teil ist. Mit einem Grundeinkommen wären definitiv nicht alle Probleme beseitigt, doch es kann zu deren Lösung beitragen.

Lernt von den Kinder, die wissen am Meisten.

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