Das alljährliche Weihnachtsgeschäft – Die Droge der Gesellschaft? Dessen Absetzung das Wahre Glück?

Wie war die diesjährige Weihnachtszeit bei euch? War sie mal wieder stressig, wie die letzten Jahre? Hattet ihr alle Geschenke rechtzeitig bekommen? Haben sich auch alle eure Wünsche erfüllt?

Es gibt hunderte Standardfragen in der Weihnachtszeit. Doch ist das wirklich der Sinn des Weihnachtsfestes? Geschenke kaufen, verschenken, auspacken und das ganze unter Stress?

Nein, ich denke das nicht. Die Geschenke sind in meinen Augen eine tolle Marketingstrategie. Warum sollen wir denn pro Person im Schnitt über 200€ ausgeben? Die Antwort sollte wohl klar sein, die Produkte müssen verkauft werden. So wird in den Medien die Weihnachtszeit derart hochgepuscht, damit auch jeder auf den Zug aufspringt.

Vor allem die Kinder müssen gelockt werden! Die Kinder sind sehr schnell enttäuscht von einem Geschenk, wenn sie sehen was der Andere bekommt. Genau da bohren die ganzen Werbungen. Die Kinder werden emotional so an die verschiedenen Dinge gebunden, dass ja nur „Rabeneltern“ den eigenen Kindern diese Wünsche nicht erfüllen.

Viele Eltern fühlen sich sogar weniger wert, wenn sie nicht das Gewünschte kaufen können, da das Geld fehlt. Die Eltern sind also in einer Zwickmühle, sie befürchten, dass ihre Kinder enttäuscht sind, wenn der Wunsch nicht in Erfüllung geht. Aus diesem schlechten Gewissen wird dann mit aller Gewalt doch noch das Geschenk gekauft.

Die Eltern müssen aber nicht nur das Geschenk kaufen, sondern sie müssen, wenn sie einigermaßen religiös sind, den Kindern jetzt auch noch vorgaukeln, das ja nicht sie, sondern das Christkind diese Wünsche erfüllt hat.

Somit fällt die Ausrede, es ist zu teuer schlichtweg aus. Denn das Christkind erfüllt ja bekanntlich jeden Wunsch, wenn man fest daran glaubt und immer schön brav war und zu Gott gebetet hat. In diesen Familien ist es also dann noch ein doppelter Zwang unbedingt das Geschenk zu kaufen, sonst stellen die Kinder dieses Weltbild in Frage.

Nun aber zu den Familien, bei denen alle Beteiligten wissen, dass es das Christkind nicht gibt, und sich jeder etwas schenkt.

Hier kommt es sehr oft vor, dass die Beteiligten von den Geschenken enttäuscht sind. Sie behaupten dann des Öfteren, dass die Person entweder nicht an sie gedacht haben, oder aber, dass sie ja nicht genau wüssten, was sie sich gewünscht haben.

So wird teilweise eine ganze Beziehung anhand der Geschenke beurteilt. Die man gut kennt, werden reicher beschenkt, als die anderen. Es entsteht also auch hier der Druck ein gutes Geschenk zu kaufen, man möchte ja niemanden enttäuschen.

Der letzte Trumpf der dann noch gespielt werden kann, warum man sich etwas schenken sollte, will ich jetzt nennen: „Nur wem ich was schenke, an den denke ich auch, und den wertschätze ich!“

Dieser Satz ist dann meist die größte Keule, die es zu schwingen gibt. Somit werden den Menschen suggeriert nur Geschenke zeigen das Interesse an jemandem. Dass man an jemanden aus der engsten Familie denkt, ist ja wohl das mindeste, also müssen ja Geschenke gekauft werden…

Doch ist das wirklich der Sinn des Festes?

Ich behaupte nein. Ich bin zwar nicht sehr „Bibelfest“, aber ich kenne die Weihnachtsgeschichte. Bei der Geburt Jesu gab es keinerlei Geschenke! Im Gegenteil, in ziemlich armen Verhältnissen wird das Kind geboren.

Was jedoch für mich wesentlich ist, ist das Zusammensein der ganzen Personen und Tieren. Das ist für mich das wirkliche Weihnachtsfest. Das Zusammenkommen seiner Liebsten und Bekannten an einem Ort, um etwas Besonderes zu feiern.

Doch das Besondere sind hier nicht die Geschenke, sondern das Neugeborene.

Wenn man jetzt das Neugeborene betrachtet als eine angeblich „höhere Macht“, ist das so 1:1 auf die Familie zu übertragen.

In einer Familie wurden auch schon mehrere Kinder geboren und vielleicht soll an das erinnert werden. An die vielen Neugeborenen die durch die Zusammenkunft eine Familie geworden sind und somit etwas Besonderes zusammenhält.

Es ist doch ganz klar, dass jeder zu seinen engsten Familienmitgliedern eine größere und speziellere Bindung hat, als zu Freunden. Ich denke daran sollen wir uns orientieren und nicht nach den Geschenken, die es gibt.

Für mich wäre es wünschenswert in Zukunft komplett auf Geschenke an Weihnachten zu verzichten, es geht vielmehr darum in einer gesunden und ruhigen Atmosphäre an die Bindungen zu all seinen engsten Familienmitgliedern und Freunden zu gedenken. Das ist das Wahre Geschenk, das wir auspacken sollten, und woran wir uns erfreuen sollten.

Lernt von den Kindern, die wissen am Meisten

 

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