Es gibt ein Leben vor dem Tod – nicht nach dem Tod.

„Es gibt ein Leben vor dem Tod“ so heißt es in einem Lied einer der berühmtesten deutschen Bands den Toten Hosen, und genauso ist es auch.

Während in der Religion oft vom Leben nach dem Tod gesprochen wird, wird hier deutlich, dass es auch vor dem Tod ein Leben gibt. Ich möchte nicht leugnen, dass es ein Leben nach dem Tod gibt, doch können wir das wohl kaum beeinflussen. Was wir jedoch beeinflussen können ist unser Leben, denn dieses haben wir selbst in der Hand.

Jetzt stellt sich für mich die Frage, sollen wir so leben, dass wir nach dem Tod ein erfülltes Leben haben? Oder sollten wir uns nicht lieber darum kümmern im hier und jetzt erfüllt zu leben?

Ich denke eigentlich sollte es klar sein, dass man nicht für etwas lebt, was man überhaupt nicht in der Hand hat, und trotzdem machen das viele Menschen. Mir geht es jetzt nicht darum, das als kompletten Unfug abzutun, denn das ist eine Religion niemals. Ich halte viele Dinge aus der Religion für sehr sehr wichtig, allerdings nicht alles.

Wir sollten meiner Meinung nach den Kindern keine Angst machen, indem wir ihnen sagen, dass der „liebe Gott“ alles sieht und alles weiß, also auch das, was sie lieber geheim machen. Wir sollten ihnen auch nicht sagen, dass Gott uns im nächsten Leben, bzw. im Leben nach dem Tod dafür bestraft, denn damit können Kinder und auch die meisten Erwachsenen nichts anfangen, ich finde auch zurecht.

Wir sollten den Kindern lieber beibringen, was ihre Taten, sofern sie denn etwas Verbotenes (Schlagen, Treten) tun, für eine Auswirkung auf die Mitmenschen und die Umgebung hat. Das wäre ihnen doch eher begreiflich.

Zusätzlich sollten wir den Kindern beibringen, dass sie sich nicht immer auf den lieben Gott verlassen sollen, denn vieles haben sie selbst in der Hand. Sie sollten dazu erzogen werden, dass sie ihr eigenes Weltbild aufbauen können, und selbstständig handeln, ohne in der Angst zu leben irgendjemand wird sie dafür bestrafen.

Ich denke also wir sollten die Kinder und auch uns selbst dazu bringen, dass wir uns nicht immer auf eine höhere Macht verlassen sollen (außer in Dingen, die wir wirklich absolut nicht beeinflussen können), sondern uns unserer Eigenverantwortung bewusst werden. Wir sollten die Verantwortung unseres Lebens nicht abgeben, sondern klarmachen, dass wir selbst für unser Leben verantwortlich sind, und nicht Gott, die Mutter, der Vater, der Lehrer oder sonst jemand.

Dieses Leben sollte aber nicht darauf zielen, dass wir irgendwann nach dem Tod in den Himmel oder das Paradies kommen, sondern wir müssen uns selbst das Paradies auf Erden holen. Es heißt ja nicht um sonst „dein Reich komme“. Es bedeutet in meinen Augen nicht, dass das von alleine geschieht, sondern, dass wir es selbst erschaffen müssen.

Mir bleibt nur noch zu sagen, versucht alle im Einklang mit Natur und Mitmenschen zu leben, denn dann müssen wir nicht auf das Paradies nach dem Tod warten, denn dann haben wir es auf Erden.

Erschafft das Paradies im Leben vor dem Tod, denn dann können wir uns entspannt zurücklehnen und uns vom Tod zeigen lassen, wie es auch aussehen kann. Lehrt es den Kindern und dann wird es auch in der Zukunft Bestand haben.

Lernt von den Kindern, die wissen am Meisten.

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