Die vermeintliche Sicherheit der modernen Gesellschaft…

In den letzten Tagen war es wieder einmal so weit, unsere ach so moderne und sichere Gesellschaft wurde eines Besseren belehrt. Der erneute Wintereinbruch (der sogar vorhergesagt wurde) legte wieder einmal Deutschland lahm.

Stundenlange Staus auf den Autobahnen, Unfälle, Flughafen gesperrt und noch vieles mehr. So schnell geht es dann doch, dass wir die Naturgewalten wieder einmal zum Sieger erklären müssen.

Selbst eine Stadt wie New York war vor so etwas nicht sicher (Sturm „Sandy“ November 2012).

Es ist also sehr deutlich, dass wir auch in der modernen Gesellschaft keinesfalls sicher sind, wir müssen immer mit solchen Dingen rechnen, und anscheinend gibt es selten einen Plan B. Das kann natürlich damit zusammenhängen, dass man einfach überrascht wurde, doch für was geben wir das ganze Geld in die Forschung und den Meteorologen? Nicht, dass diese versagt hätten, denn sie hatten ja eindeutig davor gewarnt, aber dennoch schien niemand auf sie zu hören.

Winterdienste haben stellenweise komplett versagt, aber es ist ja auch logisch, mit so wenigen Fahrzeugen war eine solche Masse an Schnee nicht zu bekämpfen. Also fehlt mit Sicherheit auch hierfür das Geld. Wie im Fall New York schien ein Mittel zu sein, vorzusorgen, mit Nahrung und auch einer unabhängigen Energieversorgung. Nun so schlimm kam es dann zwar nicht, zumindest im Großraum Frankfurt, aber es hätte auch gut sein können. Doch diese Menschen werden nur ausgelacht, weil sie für eine nicht vorhersehbare Krise vorsorgen.

Sind wir jedoch einmal ehrlich, wer rechnet schon damit, dass von jetzt auf gleich der Strom ausfällt? Wohl kaum jemand, jeder verlässt sich darauf, dass es funktioniert. Wer rechnet damit, dass wir auf einmal keine Chance haben in den Supermarkt zu gehen und uns mit Nahrung zu versorgen? Auch hier die Wenigsten…

Doch es wurde auch in diesen Tagen deutlich, dass es nun doch sehr gut sein kann, dass wir nicht in der Lage sind uns bei diesen Wetterverhältnissen wie gewohnt fortzubewegen.

Die Straßen waren ein sehr gefährliches Pflaster, man hörte von Massenunfällen und Staus ohne Ende, der nahezu komplette Nahverkehr war zusammengebrochen. So schnell geht es also, und diejenigen, die zu Hause geblieben sind und es sich gemütlich gemacht haben, waren wohl am besten dran.

Es wird deutlich, dass wir uns niemals sicher fühlen können, wir sollten immer darauf achten, dass wir uns selbst fit halten und möglichst unabhängig vom gesamten System werden, denn dann ist auch dessen Zusammenbruch kein größeres Problem für uns. Das halte ich für wichtig, dass wir uns nie auf das System verlassen, denn dieses ist sehr schnell kleinzukriegen. Wir sollten uns auf uns selbst verlassen und dafür sorgen, dass wir eben nicht immer nur mit dem Auto fahren müssen, sondern auch gewisse Strecken zu Fuß gehen können. Oder wir gehen sogar so weit, und gehen gar nicht erst raus, sondern leben von unserer zu Hause gelagerten Nahrung.

Natürlich ist auch das nicht immer sicher, und wir sollten aufhören immer nach mehr Sicherheit zu lechzen, denn das Einzige was wir mit der Sicherheit erreichen, ist der Verlust der Freiheit. Genau das erleben wir durch unser System scheinbarer Sicherheit, denn wenn genau dieses System zusammenbricht, wird deutlich, wie viel Freiheit wir dafür aufgeben mussten…

Lernt von den Kindern, die wissen am Meisten.

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