Proteste in Brasilien – Wenn (FIFA)-Fußball zum Problem wird

Eigentlich unvorstellbar, dass in Brasilien der Fußball verteufelt wird. Die Menschen sind verzweifelt, weil ihnen das Geld an allen Ecken und Enden fehlt, aber für die WM bzw. den Confed-Cup werden Millionen verschwendet.

Die Menschen machen jetzt nicht einmal mehr Halt vor dem Sport, den sie eigentlich alle lieben und im Blut haben. Der Fußball ist gerade für die Armen in Lateinamerika ihr Leben. Sie spielen den ganzen Tag auf den schlimmsten Plätzen, ohne Schuhe und Tore.

Und jetzt wird der Fußball nicht mehr gefeiert??

Das kann eigentlich gar nicht sein, und ich glaube auch, dass die Menschen kein Problem mit den Fußballspielen oder gar Spielern haben, sondern mit der Organisation des Ganzen. Die FIFA fordert hohe Sicherheitsstandards, die es in Südamerika normalerweise nicht gibt. Die Eintrittspreise schießen in die Höhe und keiner der ärmeren Bevölkerung bekommt etwas davon zurück, sie können weder ins Stadion noch sonst teilhaben am großen „Fest“.

Hier zeigt sich, dass der Fußball sich mehr und mehr entfernt von dem, was er ursprünglich einmal war. Eine Sportart für alle Schichten der Bevölkerung, jeder konnte spielen und feiern, die Stadien waren überfüllt, die Preise gering.

Jetzt kommt die FIFA mit ihren Statuten, hohe Beamte aus dem eingenen und anderen Ländern und macht das alles kaputt. Die Stadien müssen hochmodern und sicher sein, was viel Geld kostet und dafür müssen die Bürger Brasiliens leiden und das macht sie wütend.

Ihnen wird Fußball versprochen, aber das hat nicht mehr viel mit Fußball zu tun, die Armen werden ausgegrenzt, ihre Wohnorte plattgewalzt, nur damit sie nicht das perfekte Bild der WM verunreinigen. Die Proteste werden hoffentlich noch größer und die FIFA zur Absetzung des ganzen Wahn gezwungen, das wäre das richtige Signal um der Welt zu zeigen, dass so ein Fußball von leidenschaftlichen Anhängern nicht geduldet wird!!

Aber immer dran denken: La pelota no se mancha!

Der Fußballsport an sich wird hier nicht angegriffen, sondern lediglich dessen Organisation, welche die Bevölkerung zu den Protesten veranlasst.

Lernt von den Kindern, die wissen am Meisten

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