Die Entstehung von Geld (Teil 2). Geldschöpfung (aus dem Nichts) der Geschäftsbanken.

Beim ersten Teil behandelten wir die Gelschöpfung der EZB. Dieses Geld kommt also nur als Schuld im Umlauf, und die Geschäftsbanken müssen diese Schulden bedienen, durch Tilgung und Zinsen. Können die Banken das nicht, greifen ihre Sicherheiten in Form von Bankeneigentum. Das können z.B. Immobilien der Bank sein.

Was machen die Banken nun mit dem Geld?

Die Banken müssen ja „Geschäfte machen“, deswegen nennt man sie ja Geschäftsbanken. Die Banken werden also dieses Geld für höhere Zinsen verleihen, als sie es von der EZB geliehen haben. Sie müssen ja ihre laufenden Kosten decken und somit ist der Zins für Unternehmen, die Geld von der Bank leihen höher. (Ich möchte zur Übersichtlichkeit nur von Unternehmen sprechen, private Haushalte können sich natürlich ebenfalls Geld von der Bank leihen)

Das ist ja noch einigermaßen nachvollziehbar, dagegen wird auch niemand etwas sagen können, immerhin ist es ja eine Dienstleistung seitens der Bank, die die Unternehmen wahrnehmen. Nun haben die Banken aber eine geniale Erfindung gemacht.

Sie ließen für die Unternehmen Konten einrichten, auf dem sie das Geld, welches die Unternehmen sich per Kredit leihen, gutschreiben. Es entstehen so genannte „Sichtguthaben“. Diese Guthaben sind ein Anspruch auf Bargeld, da bloße Zahlen natürlich kein Bargeld sind. Die Banken legen also das Bargeld zurück und lassen die Unternehmen über ihr Konto verfügen, ohne das Bargeld aus dem sicheren Banktresor selbst zu verwalten. Das Bargeld ist somit nicht in den Händen der Unternehmen, diese haben lediglich den Anspruch auf dieses Geld.

Jetzt müssen die Unternehmen natürlich wieder die Schulden bedienen und natürlich auch den Zins zahlen. Wo sie den finden, bleibt ihnen überlassen, sie werden ins Feld geschickt, um mit anderen Unternehmen zu konkurrieren und sich gegenseitig das Geld abzunehmen. Es muss also auf jeden Fall ein Unternehmen in die Schuldenfalle tappen, damit die anderen Unternehmen ihre Schulden bei der Bank plus Zinsen zurückzahlen können, das nennt sich dann Wettkampf.

Die Banken haben dann schnell gemerkt, dass die Unternehmen für Zahlungen nicht mehr auf das Bargeld zurückgreifen, sondern einfach nur Überweisungen tätigen, auf Konten, die entweder bei der gleichen Bank oder bei anderen Banken angelegt sind.

Jetzt denkt sich die Bank natürlich: Warum lasse ich denn das Bargeld jetzt hier liegen, wenn es sowieso kaum jemand abhebt. Dann nehmen wir doch ein Teil des Geldes als Grundlage, um weiteren Unternehmen Geld gegen Zinsen zu verleihen.

Das haben die Banken dann auch gemacht und haben somit zusätzliches „Geld“ geschaffen, ohne mehr Bargeld in den eigenen Tresoren zu halten. Das zusätzliche Geld hat also niemals existiert, doch wirkt es wie echtes Geld, da sich alle darauf verlassen, das Geld jederzeit in Bargeld einlösen zu können. Es ist ein „gefühltes“ Bargeld.

Das wirklich Geniale an diesem System ist es, dass immer ein oder mehrere Unternehmen aus dem Wettbewerb als Verlierer herausgehen und die Schulden bei der Bank nicht mehr tilgen geschweige denn die Zinsen zahlen können. Jetzt greifen die dinglichen Sicherheiten der Unternehmen und die Bank hat ein Recht darauf, dieses ggf. zu pfänden.

„Mit aus dem Nichts geschöpften Geld kaufen sie die Welt“ – Bernd Senf

Die Banken bekommen also dadurch, dass sie Kredite vergeben, ohne dafür Bargeld als Deckung zu haben, ein Recht auf das Eigentum ihrer Kunden. Dieses Verbrechen ist auch noch legal und nennt sich „Mindestreservesatz“.

„Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?“ – „Ein Kavaliersdelikt“

Die Banken bekommen damit die legale Macht Geld zu schöpfen und dafür Zinsen zu verlangen, ohne dass sie dieses Geld als Bargeld hinterlegt haben müssen…

Der Kreislauf geht noch etwas weiter, doch damit für heute erstmal genug.

Lernt von den Kindern, die wissen am Meisten

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